Befreiungskriege (1813 - 1815)

Jeweils 2 der insgesamt 34 Siegesgöttinen halten in Ihren Händen aus Geschützbronze gegossene Schilder. Die Inschriften dieser Schilde verzeichnen die siegreichen Kämpfe der Befreiungskriege von 1813 - 1815.
Hinweis: weitere Kämpfe werden der Vollständigkeit halber am Ende des jeweiligen Feldzugs namentlich kurz aufgeführt.

 

Frühjahrsfeldzug 1813

Treffen bei Danigkow (5. April)

17. März 1813 proklamierte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen den Kampf gegen Napoleon.

*Weitere Schlachten des Frühjahrsfeldzugs 1813:
Lüneburg - Möckern - Halle - Großgörschen - Gersdorf - Nettelnburg - Bautzen - Reichenbach - Luckau - Haynau

 

Herbstfeldzug 1813

Schlacht bei Großbeeren (23. August)

An Preußen und Rußland haben sich noch Schweden, England und Österreich angeschlossen. Die Streitkräfte der Verbündeten wurden in eine Böhmische Armee unter dem Fürsten Schwarzenberg, in eine Schlesische Armee unter Blücher und in eine Nordarmee unter Bernadotte gegliedert. Durch den Sieg der Nordarmee wurde die von Napoleon geplante Besetzung Berlins vereitelt.

Schlacht bei Katzbach (26. August)

Die Schlesische Armee bestand aus dem I. preußischen Armeekorps unter Yorck und den beiden russischen Korps der Generale Langeron und von Sacken, unter dem Oberbefehl Gebhard Leberecht von Blücher. Die Schlesische Armee fügte den französischen Truppen eine empfindliche Niederlage zu.

Schlacht bei Katzbach (26. August)

Die Schlesische Armee bestand aus dem I. preußischen Armeekorps unter Yorck und den beiden russischen Korps der Generale Langeron und von Sacken, unter dem Oberbefehl Gebhard Leberecht von Blücher. Die Schlesische Armee fügte den französischen Truppen eine empfindliche Niederlage zu.

Schlacht von Kulm (30. August)

Das französische Heer unter General Vandamme versuchte einen Durchbruch von Pirna über Berggießhübel nach Teplitz (Teplice) in Böhmen. Dieser Durchbruch wurde von den russischen, österreichischen und preußischen Truppen unter General Friedrich Emil Ferdinand Heinrich von Kleist verhindert.

Schlacht von Dennewitz (6. September)

Preußische, russische und schwedische Truppen der Nordarmee, die unter dem Oberbefehl des schwedischen Kronprinzen Karl XIV. Johann standen, angeführt von Freiherr von Bülow und Graf von Tauentzien, die französische Armee und die mit ihr verbündeten Sachsen unter Marschall Michel Ney.
Dieser Sieg hinderte Napoléon endgültig daran, nach Berlin vorzudringen. Napoleon verblieb fortan defensiv, was zur Entscheidung in der Völkerschlacht bei Leipzig führte.

Schlacht bei Wartenburg (3. Oktober)

Einem Korps der Schlesischen Armee unter General Ludwig Yorck von Wartenburg gelang der Übergang über die Elbe, was Napoleon zwang, zur Sicherung seiner Nordflanke von Dresden nach Westen Richtung Leipzig vorzugehen. Dies leitete die Einkreisung des französischen Kaisers in Leipzig ein

Schlacht bei Leipzig (16. - 19. Oktober)

Die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege gegen die Truppen Kaiser Napoléon Bonapartes. Die Königreiche Bayern und Sachsen  wechselten vorher auf die Seiten der Verbündeten. Dabei kämpften die Truppen der Verbündeten Österreich, Preußen, Russisches Kaiserreich und Schweden gegen die fanzösischen Streitkräfte.

Weitere Schlachten des Herbstfeldzugs 1813:
Dresden - Hagelberg - Göhrde - Altenburg - Wittenberg - Liebertwolkwitz - Torgau - Hanau

 

Winterfeldzug 1814    (1. Feldzug in Frankreich)

Schlacht von Brienne (29. Jan - 1. Februar)

Französische Armee unter Napoleon kämpft gegen russische Korps der Schlesischen Armee unter Feldmarschall Blücher bei Brienne-le-Château. Während der Kämpfe entgingen Blücher und sein Stabschef August von Gneisenau nur knapp der Gefangenschaft. Auch Napoléon seinerseits wäre beinahe von russischen Kosaken gefangen genommen worden. In älterer Literatur wird vereinzelt die Schlacht bei La Rothière am 1. Februar 1814 und die Schlacht von Brienne als ein Ereignis gesehen.

Schlacht von Bar-sur-Aube (27. Februar)

Im Aubetal kämpfen fanzösische Truppen gegen die Böhmische Armee der Koalition, auf deren Seite an diesem Tage Truppen aus Russland, Österreich und Bayern in den Kampf eingriffen und unter der Führung des Fürsten Schwarzenberg zurückdrängten.

Treffen von La Guillotière (3. März)

Blücher nimmt den Übergang über die Aisne bei Soissons

Schlacht von Laon (9. - 10. März)

Die französische Armee griff die weit überlegene „Schlesische Armee“ der 6. Koalition unter Feldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher bei der französischen Stadt Laon an. Die französische Armee musste schwere Verluste hinnehmen und zog sich in der Nacht zum 11. März 1814 nach Soissons an der Aisne zurück.

Treffen von La Guillotière (20. März)

Besetzung von Laon am Folgetag

Schlacht von Arcis-sur-Aube (20. - 21. März)

Napoléon Bonaparte führte zu diesem Zeitpunkt bereits einen aussichtlosen Mehrfrontenkrieg gegen Russland, Preußen, Großbritannien und Österreich. Unter seiner Führung prallte bei Arcis-sur-Aube die französische Armee mit 28.000 Mann auf die ihnen fast dreifach überlegene österreichische Armee unter Generalfeldmarschall Schwarzenberg mit 80.000 Mann.

Schlacht bei Fère-Champenoise (25. März)

Die französischen Truppen kämpfen gegen ein überwiegend russisches Kontingenten der Koalitionstruppen. Das Schlachtfeld lag nahe dem Ort Fère-Champenoise und 125 Kilometer ostwärts des Zentrums von Paris im Département Marne. Es war eines der letzten Gefechte vor der Besetzung von Paris am 31. März 1814 durch die Koalitionstruppen.

Schlacht bei Paris / Schlacht auf dem Montmartre (30. März)

Schlacht östlich von Paris welche zur Besetzung von Paris durch die Koalitionsarmee am 31. März 1814 führt. Am 11. April unterzeichnete Napoleon seine bedingungslose Abdankung in Fontainebleau und wird nach Elba verbannt.
Am 23. April wird Waffenstillstand vereinbart und Unterzeichung des »Ersten Pariser Frieden« am 30. Mai.

Weitere Schlachten des Winterfeldzugs 1814:
Épinal – Colombey – La Rothière – Champaubert – Montmirail – Château-Thierry – Vauchamps – Mormant – Montereau – Soissons – Craonne – Reims – Saint-Dizier

 

Sommerfeldzug 1815    (2. Feldzug in Frankreich)

Schlacht bei Waterloo / Belle Alliance (18. Juni)

Letzte Schlacht Napoleon Bonapartes 15 km südlich von Brüssel in der Nähe des Dorfes Waterloo.

Treffen bei Strassburg (28. Juni)

Schwarzenburg besiegt im Elsass stehende französische Truppen.

Weitere Schlachten des Sommerfeldzugs 1815:
Quatre-Bras – Ligny – Wavre

 

Die Niederlage der von Napoleon geführten Franzosen gegen die alliierten Truppen unter General Wellington und die mit ihnen verbündeten Preußen unter Feldmarschall Blücher beendete Napoleons Herrschaft der Hundert Tage (erneute Machtübernahme Napoleons nach dessen Rückkehr von seiner Verbannung aus Elba) und führte mit dessen endgültiger Abdankung am 22. Juni 1815 zum Ende des Ersten Französischen Kaiserreichs. Am 3. Juli findet die Übergabe von Paris statt.

Nach dieser zweiten völligen militärischen Niederlage innerhalb kurzer Zeit wurden Frankreich am 20. November im »Zweiten Pariser Frieden« verschärfte Friedensbedingungen auferlegt und Napoleon selbst wurde als Kriegsgefangener der Briten auf die Atlantikinsel St. Helena gebracht, wo er als Verbannter am 5. Mai 1821 starb.